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Sächsisches Elbland Empfehlung

Publiziert in Sächsisches Elbland geschrieben von  September 17 2014 Schriftgröße Schriftgröße verkleinern Schrift vergrößern
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Das Sächsische Elbland bildet das Herz von Sachsen und erstreckt sich mit mildem Klima, traditionsreicher Geschichte und mediterranem Charme entlang der Elbe. Die Elbe steht im Zentrum dieser Region – auf ganz vielfältige Weise. Der Fluss, seine Ufer und Auen beherbergen eine reiche Pflanzen- und Tierwelt.

Die Natürlichkeit der Umgebung lädt zur Erholung bei Fahrradtouren auf dem Elberadweg oder ausgedehnten Spaziergängen ein. Kurfürsten wie August der Starke haben der Urlaubsregion Sächsisches Elbland ein großes Erbe hinterlassen. Wer Wein mag, wird die Sächsische Weinstraße lieben. Für Freunde feinen Porzellans ist das Sächsische Elbland eine Reise in die Geburtsregion des weltberühmten Meissener Porzellans. Im Forstbotanischen Garten am Rande des Tharandter Walds - der grünen Lunge vor den Toren Dresdens - geht angesichts der exotischen Blütenpracht für Pflanzenliebhaber die Sonne auf. Wer die Wiege sächsischer Lebensart entdecken möchte, ist zwischen Torgau und Dresden genau richtig. Beliebte und sehenswerte Städte sind Meißen, die Stadt des weißen Goldes oder Dresden das Elbflorenz müssen eigentlich wegen Ihrer großen Bekanntheit kaum noch vorgestellt werden. Eine Fahrt mit dem Dampfer von Dresden die Elbe aufwärts vorbei an Radebeul entlang der sächsischen Weinstraße, dem nördlichsten Weinanbaugebiets Europas, ist ein Vergnügen für sich und nur eine weitere Attraktion für Urlaub und Reisen ins Sächsische Elbland. Der Name „Elbe“ ist nordgermanischen Ursprungs, leitet sich her von "Elfr", "Elfur", "Elv", "Älv", "ælf" = "glänzen". Die später hier erschienenen Slawen nannten den Fluss Labi und entsprechend benannte sich der slawische Stamm der Polaben, denn "po" und "Labi" ergibt: Leute an der Elbe/Elbanwohner. Zu verbinden ist der Flussname aber auch mit dem lateinischen Adjektiv albus für weiß. So nannten die Römer den Fluss Fluvius Albis. Die Elbe heißt dieser Deutung nach entweder wegen des schäumenden Wassers in ihrem Oberlauf so oder aber wegen der hellen Sandufer in grüner Umgebung. Mit einer Gesamtlänge von 1144 km ist die Elbe einer der größten Ströme Mitteleuropas und gehört zu den 200 längsten Flüssen der Erde. Sie entspringt in Tschechien, 417 Flusskilometer verlaufen auf dem Gebiet der Tschechischen Republik. Der deutsche Anteil der Elbe ist in 727 Fluss-Kilometer unterteilt. Bei Cuxhaven mündet die Elbe in die Nordsee. Da die Elbe ins Meer mündet und nicht in einen anderen Fluss, gilt sie als Strom. Sie entwässert ein Einzugsgebiet von etwa 148.000 Quadratkilometern. Die Elbe ist einer der wenigen europäischen Flüsse, die naturnah ausgebaut wurden, Flussbett und Uferlandschaft sind gut erhalten, obwohl mit den Regulierungsmaßnahmen ab Mitte vergangenen Jahrhunderts natürliche Schifffahrthindernisse beseitigt und eine Fahrrinnenvertiefung erreicht wurde. Die obere Elbe ist bei normalem Wasserstand ca. 100 bis 130 Meter breit, die Fahrrinne hat eine Breite von ca. 50 Metern. Die Elbe ist ein Wanderfluss: Bei guter bis mäßiger Strömung ist sie ohne Schwierigkeiten zu befahren. Ab der tschechischen Grenze bis zur Mündung bei Cuxhaven findet sich auf 727 km nur ein einziges Hindernis: Die Staustufe Geesthacht. Die Elbe ist damit der längste, praktisch hindernisfrei zu befahrende Wanderfluss Mitteleuropas. Aufgelockert wird die lange Fahrt durch sehenswerte Städte: Pirna, Dresden, Meißen, Torgau, Wittenberg, Dessau, Magdeburg, Tangermünde, Havelberg und Hamburg. Landschaftlich besonders reizvoll ist die Fahrt durch das Elbsandsteingebirge oberhalb Dresdens und die Weiten der Norddeutschen Tiefebene. Um die touristischen Möglichkeiten dieser Gebiete auszuschöpfen, ist die Mitnahme eines Reiseführers anzuraten. In der Mitte Europas ist sie eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft und lädt Sie ein zu erholsamen und schöpferischen Stunden zwischen Naturgenuß und Kulturerlebnis. Den größten Anteil an diesem Schutzgebiet hat das Land Sachsen- Anhalt. In der Region der Altmark klappert fast in jedem Elbdorf noch ein Storchen- paar auf dem Dach und die Menschen sprechen stolz von “ihren Störchen”. Der Biber dagegen ist nicht so publikumssüchtig und baut deshalb seine Burg an den stillen Nebengewässern der Elbe. Doch weil es im Land über 3000 dieser ein drucksvollen Nager gibt, findet auch der Laie regelmäßig ihre Spuren und macht mit ein wenig Geduld ihre leibhaftige Bekannntschaft. Auch die Geschichte der Landschaft öffnet sich Ihnen. Ob mit dem Auto auf der “Straße der Romanik” oder mit dem Fahrrad auf dem internationalen “Elberadweg R2” - Sie finden ihren individuellen Zugang zu einer weiten, wasser- und lichtdurchfluteten Landschaft. Die Elbe verlässt Böhmen durch die sogenannte „Böhmisch-Sächsische Schweiz“, benannt nach ihrer Ähnlichkeit mit der schweizerischen Landschaft: Das Elbsandsteingebirge ist eine Erosionslandschaft aus der Kreidezeit: Entstanden durch Erosion der Elbe und ihrer Nebenflüsse. 200 bis 300 Meter tief schneidet sich die Elbe in steile Sandsteinwände ein. Markante Landschaftspunkte sind die beiden Tafelberge Lilienstein und Königstein. Das „Sächsisch-böhmische Kreidesandsteingebiet“ erstreckt sich innerhalb des deutschen Gebietes von der Staatsgrenze zu Tschechien etwa bis Pirna (südöstlich von Dresden). Landschaftsräumlich ist der Bereich als Elbsandsteingebirge bzw. der deutsche Teil des Gebirges als Sächsische Schweiz bekannt. Das „Sächsische Hügelland und Erzgebirgsvorland“ passiert die Elbe von Pirna/Dresden bis kurz vor Riesa. Von dort erstreckt sich bis kurz hinter Magdeburg (etwa Mündung des Elbe-Havel-Kanals) der lange Verlauf des „Elbe-Mulde-Tieflandes“. Danach reicht ein weiterer sehr langgezogener Abschnitt, die „Elbtalniederung“, bis vor die südöstlichen Tore Hamburgs. Alle diese Abschnitte und Naturräume gehören zur kontinentalen biogeografischen Region. Im letzten Jahrhundert war das Elbsandsteingebirge stark gefährdet durch Steinbrauchabbau, seit 1912 ist mit der Ausweisung von Schutzgebieten begonnen worden. Im Jahre 1938 folgte das Naturschutzgebiet Bastei: Die letzten fünfhundert Meter naturbelassene Felsabbruchkante des Elbetales, im Jahre 1940 das Naturschutzgebiet Polenztal, 1961 die Postelwitzer Steinbrüche und Grosser Winterberg. Im Jahre 1956 wurde das Gesamtgebiet Sächsische Schweiz unter Landschaftsschutz gestellt: Eine Fläche von 368 km². Von tschechischer Seite ist geplant: Der Nationalpark "Böhmische Schweiz" mit einer Fläche von fast 100 km², anschließend an den östlichen Teil des deutschen Nationalparks. Die Nebengewässer in den Elbauen weisen eine große Vielfalt an Wasser-, Sumpf- und Uferpflanzen auf, darunter seltenere Arten wie die Krebsschere, die Schwanenblume und die Seekanne. Im Spätfrühling und Frühsommer sind viele Tümpel und Flutmulden von einem weißen Teppich blühenden Wasserhahnenfußes bedeckt. Feuchtwiesen sind zur gleichen Zeit rosa von Blütenaspekten der Kuckuckslichtnelke und gelb von verschiedenen Hahnenfuß-Arten. Sehr kleinräumlich können sich feuchte und trockene Biotope abwechseln, so dass man wenige Meter entfernt Pflanzen der Magerrasen und Sand-Trockenrasen findet. An der Unterelbe mischen sich Florenelemente atlantischer und salzverträglicher Standorte in die Ufervegetation. Dazu gehört beispielsweise die Strandsimse. Eine Rarität, die weltweit betrachtet ausschließlich an wenigen Stellen der Unterelbe endemisch vorkommt, ist der Schierlings-Wasserfenchel (Oenanthe conioides). Dieser ist auf den extrem seltenen Lebensraum „tidebeeinflusstes Süßwasserwatt“ spezialisiert. Da die Elbe sehr unterschiedliche Landschaften durchläuft, sind die sie begleitenden Biotope je nach naturräumlichen Gegebenheiten und dem Grad der Veränderung durch den Menschen entsprechend verschieden. Auf tschechischer Seite und im sächsischen Mittelgebirgsbereich ist die Flussaue überwiegend auf ein schmales, teilweises schluchtartiges Kerbtal beschränkt, das sich nur streckenweise weiter öffnet. Solche Areale sind dann oft mit Siedlungen, Verkehrswegen oder Landwirtschaft überformt. Ein höheres Maß an natürlichen oder naturnahen Biotopen weist der lange Mittellauf auf, der vergleichsweise dünn besiedelt ist, allerdings durch Deichbau einen großen Teil der ursprünglichen Auenlandschaft innerhalb der Urstromtäler verloren hat. Der Unterlauf wiederum hat durch die Dimensionierung des Mündungstrichters, durch den Gezeiteneinfluss und durch die Nutzung als Wasserstraße einen gänzlich eigenen Charakter. Zu den natürlichen Biotoptypen eines mitteleuropäischen Tieflandflusses gehören vor allem Weichholz- und Hartholzauwälder. Während die länger überflutungstoleranten Weichholzauen aus Weiden und Pappeln noch auf größeren Abschnitten zumindest linear vorhanden sind, sind Hartholzauen (mit Eichen, Ulmen, Eschen u. a.) nur noch in Fragmenten erhalten geblieben. Oft mussten sie landwirtschaftlichen Flächen weichen oder wurden durch Deichbau vom regelmäßigen, lebensnotwendigen Überflutungsgeschehen abgeschnitten. Die größten zusammenhängenden Reste von „echtem“ Auwald - auch ganz Mitteleuropas - finden sich heute im Dessauer Elbtal, insbesondere zwischen den Mündungen von Mulde und Saale. Die überwiegend offenen Landschaften der mittleren Elb-Auen werden von Grünlandnutzung, in überschwemmungssichereren Bereichen auch von Ackernutzung geprägt. Dazwischen sind Biotoptypen wie Niedermoore (Erlenbruchwälder, Großseggenriede, Röhrichte) und verschiedene Stillgewässerarten anzutreffen. Vor allem vor der Regulierung des Flussverlaufes durch Deiche sowie Buhnen konnten durch die Fließgewässerdynamik (Hochwässer, Verlaufsänderungen) ständig neue Randgewässer wie Flutrinnen und -mulden, Altarme und Bracks entstehen. Ein Charakteristikum der Elbe ist auch nach der Ausdeichung erhalten geblieben: Bei Hochwasser steigt der Grundwasserspiegel zeitlich verzögert an und drückt – begünstigt durch den grobporigen, sandigen Boden – unter den Deichen hindurch. Auf der anderen Seite tritt dieses Wasser als so genanntes Dränge-, Druck- oder Qualmwasser wieder an die Oberfläche. Auf diese Weise entstehen dort temporäre Gewässer, in denen viele sehr seltene Tier- und Pflanzenarten ein Refugium haben – ein gewisser Ersatz für die ursprünglichen, durch die Bedeichung verloren gegangenen Überflutungsbiotope. Das sandige Ufer der Elbe selbst mit den ständigen Wechseln aus Überstauung und Trockenheit ist ebenfalls Lebensraum einer spezialisierten Flora und Fauna. Gleiches gilt für pleistozäne Geestrücken und periglazial entstandene Flugsanddünen, die entweder als Inseln innerhalb der Talaue liegen oder diese begrenzen (vergleiche beispielsweise: Höhbeck). In den stärker urban geprägten Abschnitten des Elbufers finden sich oft Grünlandflächen auf den Auenstandorten, so genannte "Elbwiesen". Diese werden in der Regel extensiv als Weide oder Mähwiese bewirtschaftet und dienen zudem als Erholungs- und Veranstaltungsflächen. Dabei verblieben aber auch Reste von Auenbewaldung die teilweise unter Naturschutz stehen. Häufig spielen sie auch als Retentionsraum eine Rolle und dienen zusammen mit verlandeten Altarmen dem Hochwasserschutz. Nebenarme der Elbe wurden entweder künstlich trocken gelegt oder verlandeten von selbst und sind heute innerhalb von bebauten Gebieten als Feuchtwiese erhalten. Diese Altarme, die bei Hochwasser selbst schnell hohe Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten aufweisen, wurden nicht überall baufrei gehalten. Im Unterlauf übt die Nordsee bereits einen merklichen Einfluss auf die Landschaft und die Lebewelt aus. Die weitläufigen, von Entwässerungsgräben durchzogenen Grünlandkomplexe entlang der Elbe werden hier als Marsch bezeichnet

Gelesen 1344 mal Letzte Änderung am Letzte Änderung am Januar 18 2016
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